Tag 83-87

Liebe Neugierigen,

Aus Lust und Laune sowie Sehnsucht nach mehr Sonne wollten wir die Vorteile eines Interrail-Tickets noch einmal ausreizen. Nicht nur die letzte Woche, sondern auch unsere Herzen waren bei dem Gedanken, dass diese unfassbare Reise bald ein Ende nehmen sollte, angebrochen. So kurz vor knapp noch zwei weitere Länder unserer Liste hinzufügen zu können, kam uns demnach beim Motto „Auskosten“ noch sehr attraktiv vor und so entschieden wir uns den Abstecher nach Südfrankreich mit einem Aufenthalt im Stadtstaat Monaco zu kombinieren.

An kaum einem anderen Ort wurden wir mit solch kritisch und mitleidigen Blicken beäugt, als wir am Hafen Monacos vor den achtstelligen Supersuperyachten das Fertigkartoffelpürree mit den Dosenerbsen anmischten. Unbeschämt grinsten wir denjenigen entgegen, die die Promenade als Laufsteg nutzten.

Genussvolle und amüsante drei Stunden später verließen wir das Fürstentum und setzten einen Haken dahinter. Nur 25 Minuten später fuhren wir in das von der Abendsonne gerötete Nizza ein.

Aufgrund mehrerer Empfehlungen von Reisenden, die wir in den letzten Wochen kennengelernt hatten, ,,mussten‘‘ wir praktisch das Angebot unseres Hostels wahrnehmen und an dem organisierten Bar-Crawl, auch bekannt als Bar-Hopping, teilnehmen. Mit einer Gruppe von 25 Leuten zogen wir so zwischen 22:00 bis 3:00 nachts von Bar zu Bar, von Club zu Club.

Am nächsten Tag ein wenig benebelt, erklommen wir das Castle von Nizza, welches sage und schreibe ganze 9200 Zentimeter über dem Meeresspiegel liegt und dessen Aussichtspunkt eine Wanderung von doch beinahe 8 Minuten beansprucht. Von dieser anspruchsvollen Sporteinlage erschöpft, waren das Nickerchen am Strand und die französischen Crêpes höchst verdient.

Am Abend wollten wir uns mal richtig was ,,gönnen“! Das weltbekannte und renommierte Restaurant, namens Burger King, wartete auf unsere Erstverkostung. Unser Urteil: Mit dem Konkurrenten McDonald kann es nach unserer professionellen Evaluation nicht mithalten.

Wir waren bei der Sitzplatzreservierung eines TGV wohl zu naiv. Schon früh waren alle Verbindungen ausgebucht und wir waren gezwungen über Marseille in den Norden weiterzureisen, wo wir einen 3 Stündigen Aufenthalt einlegen mussten, bevor wir in den Lamborghini aller Züge Frankreichs steigen durften.

An Marseilles Wohngebiet und der Cathédrale Major vorbei, ließen wir uns auf den Stufen für unsere Lieblingsmahlzeit aus der Dose am alten Hafen nieder. Strammen Marsches ging es dann schnell wieder mit Proviant im Gepäck zum Doppeldecker, welcher mit Teppich ausgekleidet, Jumbo Sesseln und Tischlampen unser luxuriösester Transportzug wurde. Die Fahrt hätte sich auch noch länger als 3 1/2 Stunden aushalten lassen. Auch hier fielen wir mal wieder in der gehobenen first class aus der Reihe, was uns aber nicht weiter störte. Mit Höchstgeschwindigkeit glitten wir übers Land, vorbei an der schon in Dunkelheit liegenden Provence, bis wir Paris’ Gare de Lyon am Donnerstag Abend erreichten. 24 Stunden des kommenden Tages blieben uns nicht nur von den gesamten 3 Monaten übrig, sondern auch von der Erkundung der Französischen Hauptstadt, bis wir uns mit Bus und Zug in Nacht und Nebel zurück in die Heimat begeben würden.

Für einen Schnelltrip nach Paris können wir für die Fortbewegung innerhalb der Stadt, aufgrund der großen Distanzen eine Metro Karte empfehlen. Als Tipp können wir sagen, dass es deutlich preisgünstiger ist, ein 10er Ticket für die öffentlichen Verkehrsmittel zu kaufen als eins für einen bestimmten Zeitraum.

An der eingerüsteten Notre-Dame angekommen bestaunten wir neben der schnell voranschreitende Restaurierung, auch die outdoor Gallerie an der Baustellenschutzwand mit Informationstexten, Kindergemälden und Fotografien zu dem 2019 entfachten Brand im Dom.

Über 26.411 Schritte verteilt bewegten wir uns von diesem Startpunkt über die Saint- Chapelle und dem Panthéon an der Seine entlang zum Eiffelturm, danach ging es an der gegenüberliegenden Uferseite zurück in Richtung Arc de Triomphe, die Champs- Élysées hinab zum Grand Palais, Place de Concorde und dem Louvre. Leider hatten wir aus unserer Naivität der Zugreservierung nichts gelernt, denn wieder einmal schauten wir verdutzt als das Louvre sowie das Museum de l’Orangerie eine Reservierung für den Eintritt verlangten, welche wir so kurzfristig natürlich nicht mehr buchen konnten. Die Mona Lisa muss traurig geschaut haben, als sie erfuhr, dass wir heute nicht zu ihren Gästen gehörten.

Stattdessen bot sich das nächste Café als Fluchtort vor dem Starkregen an, wo wir länger verweilten als ursprünglich angedacht. Zum besonderen Anlass unseres letzten Abendessens schaffte es die vietnamesische Küche in unsere Mägen. Um das etwas wehmütige Revue-passieren der letzten Wochen kamen wir dabei natürlich nicht herum. Mit Wein und guter Musik des DJ‘s ließen wir den letzten Abend dann im Pariser Hostel als kleine Familie ausklingen, bis wir uns um 2:30 Uhr durch das nächtliche Paris auf den Weg zum Flixbus in Richtung Brüssel mit der finalen Destination Bonn machten. Die französischen Schulferien vermasselten uns eine Heimreise im TGV (das kostete uns eine Heimreise von 11h statt 4h).

Vielen Dank an alle treuen Neugierigen, die uns als Leser auf unserer Reise begleitet haben! Bevor ihr aber in Langeweile ertrinkt: Keine Sorge, lange werden wir es ohne ein Interrail-Ticket nicht aushalten…

Tag 78-83

Liebe Neugierigen,

Von Großstadt zu Großstadt, das hatten wir satt, so lief die Fahrt trotz Stehplatz noch glatt. 10km fernab von Meran, im Dunklen wir am Berge ankam.

Mit traumhaften Blick auf Lichter im Tal, war diese Berghütte die erste Wahl. Die Federbetten zu dritt geteilt, den ganzen Morgen darin verweilt.

Die Lungen gefüllt mit frischer Bergluft, folgten wir dem Kaiserschmarren-Duft. Vom Drang nach zünftig Speis & Trank, wurden wir am ersten Tag übermannt.

Eingekauft mit Schal um den Mund, gaben wir der Polizei zur Festnahme ‘nen guten Grund.

Die Kiwi seit Kotor mit Liebe gereift, wurd‘ sie in Meran nun endlich verspeist;)

Nur für Schwindelfreie war der Weg den wir spazierten, den Meraner Höhenweg wir somit probierten.

Die Mutkopfspitz war unser Ziel, der steinige Panoramablick vorm Abgrund uns sehr gefiel.

Freundlich grüßend die Wanderer am Berg, den Unterschied zur Großstadt direkt gemerkt!

Eine Verschnaufpaus‘ mit Apfelkuchen, gönnten wir uns schon nach 20 Minuten. Im Rucksack er es nicht leicht gehabt, doch änderte dies nichts am Geschmack.

Die vier Nächte vergingen wie im Flug, da saßen wir schon wieder im Zug. Noch am Morgen unter‘m Schild von Meran, befanden wir uns plötzlich vor‘m Dom in Milan.

Mit schnellem Schritte durch Milan, fehlte’ s uns wohl nicht an Elan. So nahmen wir aber am meisten mit, Galerie bis Castello machten wir zu dritt.

Der Griff zu Pizza, Pasta war uns keine Qual, in Italia sicherlich die beste Wahl.

In Dubrovnik schon gut bekannt, ließ das Wiedersehen nicht lang auf sich warten, spielten wir gemeinsam Karten, wurden erzählt Geschichten allerhand.

Im Hostel zur Karaokeshow gezwungen, es wurde also kräftig gesungen. Über die Qualität lässt sich streiten, doch kam Jubel von allen Seiten.

Tag 75- 78

Liebe Neugierigen,

Trockenen Fußes überquerten wir das Mittelmeer bis Ancona, wo wir um 7:00 morgens den Hafen erreichten und nach einer nur schleppend vorankommenden Passkontrolle offiziell nach Italien einreisen durften. Ancona hielt uns jedoch nicht lange fest, denn nach einem strammen Marsch gen Bahnhof saßen wir schon im Zug nach Bologna. Eine umstrittene Stadt (die Meinungen unserer Eltern teilten sich nämlich stark zwischen dem Wortlaut „Bologna soll toll sein“ und „total hässliche Industriestatt mit einer Sehenswürdigkeit“) , von der wir uns aber selbst ein Bild machen wollten.

Nach dem verlassen des Bahnhofs liefen wir eine gute halbe Stunde an unaufregender Architektur, bröckelnden Fassaden, Baustellen und leeren Fensterläden vorbei bis wir im kleinen Zentrum vom Geruch frischer Pasta, geräuchertem Schinken und Eisdielen gelockt wurden. Kulinarisch ist Bologna also die Reise wert, auch die weitläufigen Arkaden haben ihren Charme. Dennoch ist die zwar niedliche mittelalterliche Innenstadt mit ein paar Renaissance Gebäuden und der seltsamen Basilika di San Petronio kein Ort für einen Aufenthalt der länger als 4 Stunden benötigt. (Zitat Lisa: Du kannst dich also 4 Sunden durchfressen, dann biste die Stadt auch satt 😉 ).

Im Zug Richtung Norden fuhren wir in der Region Veneto durch eine weitreichende grüne Hügellandschaft bis wir in abendlicher Dämmerung über die Ponte della Libertà die Stadt in der Lagune erreichten. Die Einfahrt nach Venezia S. Lucia könnt ihr euch ziemlich genauso vorstellen wie in „The Tourist“, ausgesehen und gespeist haben wir dabei natürlich auch wie Angelina Jolie.

Wer selbst eine Sightseeing-Tour durch Venedig plant, kann sich anhand dieser Karte, die unsere zurückgelegte Strecke (12km ohne Waterbus) darstellt, sowie ein paar Fotos gerne ein paar Inspirationen einholen.

Zum besonderen Anlass des Geburtstags unseres Sandwich-Kindes ging es am nächsten Tag mit den nicht ganz preiswerten aber gut vernetzten Wasserbussen für einen Ausflug auf die Glasinsel Murano.

Ein absolutes Muss ist der Besuch in einem der Showrooms, bei dem man für einen Erlös von 5€ eine bemerkenswerte anschauliche Demonstration der Glasbläserei. Von Auftragsarbeiten wie aufwändig verschnörkelten Kronleuchtern bis hin zu schnell produzierten Glaspferdchen als Dekoartikel. Über die Schönheit dessen lässt sich streiten… Beeindruckend ist die Vorstellung jedoch allemal! Wie wir dort herausfanden ist das Murano-Glas nicht wegen dessen Rezeptur sondern vor allem aufgrund der Machart mithilfe bestimmter Werkzeuge weltweit bekannt.

Um das Venedig-Erlebnis zu vervollständigen wurde uns zu unserem Glück eine Gondelfahrt spendiert, die wir bei Sonnenuntergang sehr genossen. Dazu trugen nicht nur die authentisch gestreiften Pullover der Gondelieris, sondern auch die wasserdurchzogenen Gassen Venedigs bei, durch die wir mit flotten 5km/h hindurch glitten.

Zum Abschluss wollten wir die seltene Gelegenheit nutzen, die Architektur Biennale di Venezia zu besuchen. Leider reichten die verbliebenen Stunden des Abreisetags nicht aus, um das umfangreiche Angebot an Ausstellungen internationaler Künstler jeglicher Art zu würdigen. Daher entschieden wir uns für die Peggy Guggenheim Collection in der gleichnamigen Galerie, welche uns durch die Vielzahl an Malern wahrer Größe mehr als beeindruckte.

Den Kopf mit Bildern gefüllt ging es weiter Richtung Norden…

Tag 71-74

Liebe Neugierigen,

die Wiedereinreise in die EU in Aussicht, begaben wir uns auf eine traumhafte Busfahrt entlang der montenegrinischen Küstenstraße von Kotor bis nach Dubrovnik. Nach etwa zweieinhalb Stunden lag die Stadt zu unseren Füßen, während wir uns die kurvenreiche Straße am Berghang hinabschlängelten. Angekommen machten wir es uns bei sommerlichen Temperaturen zunächst einmal für ein Picknick am Hafenbecken gemütlich. Boote jeder Größe schaukelten dabei auf dem türkisblauen Wasser vor uns, während uns der Gedanke durch den Kopf ging, dass wir es nun endlich bis zu unserem ursprünglich finalen Ziel, Kroatien, geschafft hatten. Da unsere Interrail-App uns jedoch versicherte noch 18 Reisetage zu haben, waren wir froh Dubrovnik doch noch nicht unser letztes Ziel vor Bonn nennen zu müssen.

Der schöne Innenhof unseres perfekt gelegenes Hostel inmitten der Altstadt Dubrovniks lud nach einem halbstündigen Marsch in praller Sonne zu einer kurzen Verschnaufpause ein. Voller Tatendrang entschieden wir uns dennoch direkt für einen Spaziergang auf dem Rücken der Stadtmauer. Diese etwas kostenspielige Aktivität lohnt sich besonders bei gutem Wetter und ermöglicht einen einzigartigen Ausblick auf die rot-braunen Dächer der Altstadt. Jung gebliebene können sich für einen enormen Rabatt auch als 18-jährige ausgeben;)

Nun endlich bei sommerlicher Atmosphärean der Adria angekommen, entschied sich zu unserem Erstaunen der Koch unseres Restaurants uns mit einem weihnachtlichen Vorgeschmack zu verwöhnen. Daher wurden wir den ganzen Abend über mit weihnachtlichen Klängen bedüdelt.

Um uns von diesem ,,Last Christmas-Schock“ zu erholen, kam uns die stimmungsgelandenste Bar in der Altstadt mit unseren englischen Zimmerkumpanen, Bier und einem Kartenspiel gerade recht. Dieser Irish Pub sollte auch für unsere nächsten zwei Abende zu unserem Stammplatz werden. Entweder es lag an der Tatsache, dass die Hochsaison bereits vorbei war oder dass der Pub der einzige gute Laden in ganz Dubrovnik war, doch begegneten uns jeden Abend dieselben Gesichter, welche dann mittlerweile schon zu bekannten wurden.

Während einer kleinen Stadttour trafen wir auf die St. Blaise Kirche im Herzen der Altstadt. Diese deklarierten wir aufgrund ihrer barocken Kirchenfenster, dem Marmoraltar, den goldenen Ornamenten, der ungewöhnlich situierten Orgel, den bordeauxroten sowie türkisfarbenen Wänden geschmückt mit Bilderrahmen, dunklen Holzbänken sowie Kanzel und dazu noch Plastikzimmerpflanzen als die ,,wildeste“ aller bisherigen Kirchen auf unserer Liste.

Da das Wetter an diesem Tag nicht mehr viel herzugeben schien, machten wir es uns am Fuße der Festung Lovrijenac mit Blick auf die kristallklare …Bucht, geschützt unter einer Pinie und einen großen Stein als Lehne gemütlich, um den Sonnenuntergang, inklusive Kekse zu genießen.

Etwas ganz anderes versprach der nächste Tag: Strahlender Sonnenschein, wolkenloser Himmel und sommerliche 20 Grad luden zu einem Ausflug zum Berg Srd, von wo man eine herrliche Aussicht über die Altstadt Dubrovnik’s hat.

Im Anschluss nutzten wir die Gelegenheit erstmals wieder unsere Badeklamotten nach einem gescheiterten Schwimmversuch im norwegischen Gletschersee, auszupacken, um in der Adria ein paar Züge zu machen. Einmal im Wasser machte dann auch die Kühle nichts mehr! So war unsere Trip im Süden vervollständigt!

Dubrovnik verließen wir dann bei früher Morgenstunde und leeren Straßen, um den Bus nach Split zu bekommen, wo wir einen halben Tag mit unseren Rucksäcken in bester Gesellschaft verbrachten. Um 20:00 sollte dann unsere wahrscheinlich letzte Nachtfahrt, diesmal per Fähre, in Richtung italienisches Festland beginnen.

Tag 68-71

Liebe Neugierigen,

Ein weiterer Bus brachte uns diesmal nach Kotor, ein kleiner Ort in Montenegro an der Adria. Direkt verliebten wir uns in den südlichsten Fjord Europas und die hohen Berge, welche zum Wandern einladen.

Mit einem Schritt durch das Haupteingangstor der Altstadt befindet man sich sofort inmitten des historischen und autofreien Stadtkerns, dessen Gebäude bis ins 14. Jahrhundert zurückreichen. Im Jahr 1979 wurde das Zentrum, welches durch Mauern umsäumt wird, zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt.

Die Sonne im Rücken spazierten wir die Treppen der Burg Kotor’s hoch, welche wir schon aus dem Bus mit großen Augen begutachtet hatten. Der Ausblick lohnt sich, den Eintritt kann man allerdings mit etwas Recherchearbeit umgehen…;)

Als Nachmittagsprogramm entschieden wir uns für einen kleinen Ausflug in das naheliegende Perast. Wer mag, kann von dort per Boot zwei kleine vorgelagerte Inseln erreichen, eine natürliche und eine künstlich angelegte. Wir hingegen entscheiden uns für die Kiwi-& Granatapfel-Ernte, ein Eis, sowie eine Lesepause bei Sonnenuntergang.

Der Reiz der Berge war zu groß, um ihm zu widerstehen. Daher heckten wir während des Abendessens eine Wanderroute aus, die uns von Kotor aus 4 Stunden über einen Berg in das nächste Städtchen Tivat führen sollte. Das Wetter spielte zum Glück mit! Zugegebenermaßen in Angst vor der montenegrinischen Flora und Fauna fanden wir uns beim Aufstieg stampfend und klopfend auf einem Serpentinenweg wider. Unsere Furcht reduzierte sich nicht gerade als wir auf eine blutig abgetrennte Katzenpfote trafen, sowie rechts und links immer größer werdende Kothaufen vor Augen hatten. Wenn man jedoch den Blick vom besorgniserregenden Boden abwandte, erwartete uns eine wunderschöne Aussicht auf die Bucht von Kotor.

Oben auf dem Berg angekommen, trennte uns nur noch der Abstieg von einem traditionellen Apfelstrudel in Tivat. Das fehlende mobile Netz, sowie dürftig aufgestellte Beschilderungen machten die Wegfindung allerdings etwas schwieriger als erwartet. Also wählten wir die erste uns auftuende Möglichkeit den Bergkamm über einen Trampelpfad ins Dickicht zu verlassen. In geducktem Gang durch hüfthohes Gestrüpp markierten wir Stein für Stein den von uns deklarierten Weg bis zur beinahe vollständigen Orientierungslosigkeit. Unwissend über das Wildleben in den Wäldern Montenegros bangten wir schon fast um unser Leben als die Pflanzenwelt immer dichter und die Aussicht auf einen Wanderweg immer aussichtsloser wurde. Die aufkommende Panikattacke konnte nur noch durch einen Rückzug über Kreuz-Markierungen auf Steinen verhindert werden. Zurück auf dem Hauptweg waren wir froh jemanden mit Karte zu begegnen. Weil wir diesen Luxus nicht mehr missen wollten, folgten wir der Truppe glatt bis nach Kotor zurück. Damit war unser Belohnungsstrudel in Tivat gestorben.

Heilfroh endlich unten angekommen zu sein, hatten wir ungeplant sogar unserer Trolltunga-Wanderung in Norwegen Konkurrenz gemacht.

Tag 64-68

Liebe Neugierigen,

Nach zwei aktiven Nächten in Budapest mit einer sehr bescheidenen Anzahl an Schlafstunden, begaben wir uns auf die nicht gerade entspannteste Weiterreise über Zagreb mit dem Nachtbus nach Sarajevo. Wir führten unserer Nachtaktivität weiter, indem wir um 6 Uhr morgens, immernoch mit offenen Augen, aus dem Bus auf bosnischen Asphalt stolperten.

Genauso benebelt wie die Nächte davor, begaben wir uns in ein Café… welches sich dann doch als Fleischerei herausstellte. Mit dem ersten Schritt durch die Tür begrüßte uns eine Qualmwolke an rauchenden Männern mit Ćevapčići zum Frühstück. Wir entschieden uns daraufhin lediglich für den guten alten „wachbleib“ Kaffee.

Auf den bosnischen Kaffee sollte man allerdings genauer eingehen: Frisch gemahlen, mit heißem Wasser aufgeschüttet, ungefiltert und dann noch scheußlich im Geschmack. Sicherlich ist die Einstellung zu diesem körnig, bitteren Erlebnis subjektiv, doch da soll uns erst einmal jemand vom Gegenteil überzeugen, denn auch unsere nächsten Anläufe lieferten keine besseren Ergebnisse.

Sarajevo ist sicherlich als Schauplatz des Attentats auf Franz Ferdinand, welches vermehrt als Auslöser des ersten Weltkriegs angesehen wird, bekannt. Doch nicht nur hinsichtlich dieses Geschehens hat Sarajevo geschichtlich etwas zu bieten, wie wir auf der Free Walking Tour von unserer hochmotivierten Stadtführerin erfuhren. Der Osten trifft hier nämlich auf den Westen. Nicht nur architektonisch grenzen sich so zwei Stadtteile klar ab, sondern auch die Gotteshäuser wie Moscheen und Kirchen stehen in unmittelbarer Nähe zueinander in Sarajevos Altstadt.

Wer traditionelle Süßigkeiten austesten möchte, sollte sich an den bosnischen Baklava wagen, der die Blomben praktisch von selbst aus dem Mund zieht.

Der Abschiedsschmerz hielt sich aber doch in Grenzen, als wir keine 25h Stunden später Bosniens Hauptstadt mit dem Zug in Richtung Mostar verließen.

Das kleine Bergdorf im südlichen Herzegowina liegt inmitten von Olivenbäumen und einer hügeligen Berglandschaft und gibt durchzogen vom türkisblauen Fluss Neretva ein malerisches Postkartenbild ab. Verwinkelte Gassen gesäumt mit Läden in kleinen Steinhäusern sind hier in der Altstadt typisch. Das Highlight und Wahrzeichen der Stadt, die ,,Stari most“ (alte Brücke), welches seit 2005 zu den UNESCO Weltkulturerben gehört, ist sicherlich ein Besuch wert! Im Jahre 1993 wurde sie von kroatischen Truppen zerstört, jedoch etwa 10 Jahre später neu aufgebaut. Die Brücke kann als Verbindungsglied angesehen werden, da sie den eher muslimisch geprägten Ostteil mit dem Westteil der Stadt, in dem vermehrt der Katholizismus vertreten ist, verbindet.

Von der Stari Most aus hörten wir den Muezzin, der vom Minarett der Moschee zum Gebet aufrief (hier leider nur per Audio…)

Das bescheidene Wetter am kommenden Tag lud dann dazu ein, unseren zweiten Ruhetag der Reise einzulegen und uns von dauerhaften passiv-rauchen zu erholen. Das gemütliche Airbnb bot sich dafür bestens an… So sammelten wir nun Kräfte für unser 14. Land!

Tag 61-63

Liebe Neugierigen,

Von Wien ging es für uns weiter nach Budapest. Die Stadt, welche durch die Donau in die Stadtteile Buda und Pest [pescht] geteilt ist, empfing uns mit nachmittäglichen Sonnenschein. Da der Wetterbericht für die kommenden Tage nicht das beste Wetter voraussagte, machten wir uns von unserem Hostel direkt auf den Weg in die Stadt. Unser erstes Ziel war die Szent István Basiliza (St. Stephens Basilica), die sich durch ihren vergleichsweise dunklen Innenraum von anderen uns bekannten religiösen Gebäuden abhebt. Besonders auffällig sind ebenfalls die Verzierungen an Decken und Wänden.

Nach der Oper ging es weiter an der Donau entlang, über eine der Brücken auf die andere Seite nach Buda. Um einen Blick auf die Stadt von oben zu erhalten, stiegen wir die Burg hoch, von wo aus wir die von der Abendsonne angestrahlte Pest-Seite erblicken konnten.

Ein absolutes Muss bei Dunkelheit ist ein Spaziergang an der Donau entlang Richtung Parlament. Parallel dazu kann man das faszinierende Gebäude in voller Größe bestaunen.

Als Jungspunt in Budapest darf der Clubbesuch natürlich nicht fehlen. Doch wir merkten schnell, dass einem das 7-nächtige Partyleben in der Stadt auf Dauer die Energie raubt. Unser Hostelrezeptionist versprach nicht zu viel als er uns am Nachmittag die Pläne für den kommenden Abend präsentierte. Während unseres Aufenthalts entpuppte sich das gesamte Hostel als sehr Party freudig und so durften wir neben einer Karaoke Bar, die berühmteste Ruin Bar und auch den größten Club Budapests auskosten.

Dementsprechend fiel das Tagesprogramm am darauffolgenden Tag eher dürftig aus. Glücklicherweise spielte uns das Wetter in die Karten, sodass es eine solide Ausrede für unsere fehlende Motivation gab….

Für einen kurzen Abstecher in eines der typischen Thermalbäder in Ungarn inklusive Sauna & Whirlpool reichte die Energie aber dann grade noch… 😉

Tag 57-61

Liebe Neugierigen,

den ersten Vormittag im Oktober verbrachten wir noch bei wolkenlosem Himmel und warmen Sonnenschein im kleinen Cesky Krumlov, bevor wir uns ganz entspannt mit dem Zug Richtung österreichischer Hauptstadt machen wollten. Unsere Zugreisende entpuppte sich allerdings im Endeffekt als Hop-on-Hop-off-Busreise von Tschechien bis nach Österreich aufgrund von fehlenden Zugverbindungen an diesem Tag…. Schon bei Dunkelheit, dann irgendwann endlich in Österreich, machten wir es uns an unserem letzten Zwischenstopp vor Wien bequem, als uns ein Schaffner, den wir aufgrund seines authentischen österreichischen Akzentes (und wegen des Mars-Schokoriegels, den er uns schenkte…) direkt ins Herz schlossen!

Nach acht Wochen waren wir nun wieder in einem deutschsprachigen Land, was uns ein kleines Heimatsgefühl gab.

Dieses Gefühl allerdings sollte nicht zu lange anhalten! Also stiegen wir am nächsten Morgen direkt in den Zug in die Slowakei! Da Bratislava nur 60 Minuten von Wien entfernt liegt, bot es sich an dieses noch mitzunehmen, um mit noch einem weiteren Land auf unserer Liste angeben zu können… ;)! Abgesehen vom Bratislavsky hrad (Burg), die das Wahrzeichen der Stadt ist, einer Markthalle und ein paar netten Sträßchen in der Altstadt hat die Stadt leider nicht so viel zu bieten… Trotzdem war es der kleine Ausflug wert, denn nun waren wir alle mal in der Slowakei!

Schon wieder lernten wir das Interrail-Ticket wahnsinnig zu schätzen, da wir zu jeder Zeit den Zug hin und zurück nehmen konnten. Flexibler geht es nicht!

Zurück auf österreichischem Boden, ließen wir uns von den zahlreichen Empfehlungen und Sehenswürdigkeiten, die das wunderschöne Wien zu bieten hat, leiten. Der Stephansdom als Startpunkt bietet sich dafür ausgezeichnet an um in jede Richtung auszuschwärmen. Über die Innenstadt, die von strahlend hellen Jugendstilbauten sowie prunkvollen Barock Gebäuden übersäht ist, weiter zum Garten der Hofburg und vorbei am Schmetterlingshaus zum Beispiel.

Die moderne Museumeile bietet neben Ausstellungen für jeden Gusto auch noch viele Möglichkeiten zum Entspannen auf dem einladend konzipierten Innenhof mit Cafés und bunten Bänken (falls der Museumsbesuch intellektuell zu anstrengend war;) ).

Weiter ging es zum, in Teilen eingerüsteten, Rathaus welches auch durch Planen nicht an Eindruck verlor. Anschließend weiter zur Votivkirche und danach zur Universität Wiens. Eine Straßenbahn-Fahrt später fanden wir uns vor dem bunt und sympathisch aus der Reihe tanzenden Hundertwasser Haus, entworfen vom Gleichnamigen Künstler und Architekten Friedensreich Hundertwasser wieder. Wer sich von hier aus nach einem Spaziergang durch den Erdberg sehnt, sollte sich den Botanischen Garten Wiens nicht nur wegen der Pflanzenkunde als Ziel nehmen! Ein Blick über die hohen Hecken des Gartens öffnet die Sicht auf den Belvedere Palast.

Trotz der verlockenden österreichischen Küche, entschieden wir uns für eine indische Stärkung, um im Anschluss Bowlen zu gehen.

Die Selbstbeherrschung endete aber spätestens nach dem zehnten Schnitzel, welches wir auf fremden Tellern sahen. So ließen wir uns zum Mittagessen im Anschluss an eine weitere Free-Walking-Tour in einem authentischen Restaurant am Franziskanerplatz nieder. Mehr oder weniger freiwillig aber von unterschiedlichen Interessen geleitet, teilte sich unsere Gruppe, als sich zwei für die Besichtigung des individuellen, alternativen Viertels mit vielen kleinen Geschäften entschieden und die Dritte im Bunde dem Haus der Musik einen Besuch abstattete. In Spittelberg sieht man demnach Wien mal von einer ganz anderen Seite. Aber für die musikinteressierten ist der Besuch im Klangmuseum sehr zu empfehlen. Die Inhalte mit interaktiven Spielen kombiniert, erfährt man in der, sich über 4 Etagen erschreckenden Ausstellung vieles über die Wiener Philharmoniker, die Vielfalt des klanglichen Ursprungs, sowie über die großen Komponisten der Wiener Klassik. Außerdem wird es einem zum Ende hin ermöglicht selber einmal Dirigent der Wiener Philharmoniker zu sein und den Taktstock zu Stücken wie dem „Radetzky-Marsch“ oder „An der schönen blauen Donau“ zu schwingen.

Für uns gehörte das Albertina ebenfalls zum kulturellen Pflichtprogramm in Wien. Zu sehen war die beeindruckende Sammlung des Kunstsammlers Herbert Batliner, die in der Ausstellung „Monet bis Picasso“ die Werke von zahlreichen Künstlern Mitte des neunzehnten- bis Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts beinhalteten wie Claude Monet, Paul Signac, Toulouse-Lautrec, Franz Mark, Edvard Munch, Max Ernst, Giacometti, Van Gogh, Kandinsky und Jawlensky. Neben dieser Ausstellung wurde auch Modigliani und Hubert Scheibl mit entsprechenden Werken vorgestellt und man konnte zusätzlich noch eine Ausstellung zur American Photography besuchen.

Bussi von Sissi

Tag 53-57

Liebe Neugierigen,

Prag. Eine Anreise für sich.

Züge, die sich plötzlich und quasi unangekündigt in drei teilen mit jeweils verschiedenen Länderdestinationen, mehrstündige nächtliche Aufenthalte an einsamen Grenzbahnhöfen und mit unangenehmen Mitreisenden mit dem Endergebnis von ca. einer Stunde Schlaf.

Herzlich aufgenommen im Tschechisch-Fuchs‘schen Haushalt machten wir uns mit gefüllten Bäuchen auf zum Petrin. Von dort aus erhält man einen guten Blick über die Moldau und beim Weitergehen über die Anlage auch auf den Veitsdom.

Diesen setzten wir uns am nächsten Morgen als Ziel! Wer an einer ausführlichen Stadtführung auf der westlichen Seite der Moldau inklusive Karlsbrücke, Kampa Garten, John Lennon Wall und der Sankt Nikolaus Kirche sowie dem Testen vieler traditioneller Köstlichkeiten, interessiert ist, meldet sich bitte bei Lisa, die uns die Highlights außerhalb unserer gebuchten Stadttour gezeigt hat.

Am darauffolgenden Tag begaben wir uns auf die Free-Walking-Tour durch die Altstadt und das Jüdische Viertel Prags. Bevor wir diese Informationsflut/menge nun zweitklassig vermitteln, sollte man sich lieber selbst für diese Tour entscheiden. Es stehen neben diesen Stadtteilen auch noch andere Stadtteile sowie verschiedene Themen wie zum Beispiel Street Art zur Auswahl!

Wer authentisch tschechisch essen möchte, kann sich um die Mittagszeit in eine der vielen sogenannten Jdelna (?) in der Stadt raussuchen, die ähnlich aufgebaut wie eine Kantine sehr gutes traditionelles Essen für noch bessere Preise anbieten! Sehr empfehlenswert vor allem für die Svičková-Liebhaber.

Wenn wir schon beim guten Essen sind, hier noch ein paar süße Tipps: hauseigener Kuchen mit täglich wechselnder Auswahl im Café Alfredo und die beste Heiße Schokolade (wortwörtlich zu verstehen:)) im Café Louvre!

Um den Besuch im wunderschönen Prag am letzten Abend noch abzurunden, entschieden wir uns für einen Spaziergang über die berühmte Karlsbrücke, die bei Nacht noch mehr Flair hat als bei Tag. Dazu trugen sicherlich auch der sternenklare Nachthimmel, die beiden Jazz-Musiker bei und die friedlich unter uns rauschende Moldau bei…

Diesem Strom folgend führte es uns flussabwärts ins kleine aber idyllisch gelegene Česky Krumlov, UNESCO-Weltkulturerbe. In malerischer Landschaft und mit einem imposanten Schlosskomplex oberhalb des Dorfes, bietet es den perfekten Ort zum Entspannen.

Tag 47-53

Liebe Neugierigen,

Mit ziemlich heißen Reifen und integriertem Bounce-Effekt ging es per Bus von Riga weiter nach Klaipėda, die drittgrößte Stadt Litauens an der westlichen Küste. Der Busfahrer wollte uns wohl von einem Nickerchen abhalten. Das schaffte auch unsere gesprächiger kroatischer Sitznachbar, der ebenfalls durchs Reisen einiges zu erzählen hatte. Die bei Klaipėda liegende Kurische Nehrung lockte uns: Eine Halbinsel, 98km lang und ca. 2km breit, dessen nördliche 50% zu Litauen gehören und die südlichen Hälfte zur russischen Exklave Kaliningrad. Dünen, weißer Sandstrand, dazu dichte Wälder, sowie das Wellenrauschen des Baltischen Meeres im Westen und des Kurischen Haffs im Osten warteten auf uns…

Folgenden Plan hatten wir ausgearbeitet: Von Klaipėda aus sollte es mit der Fähre über Smyltinė, dem nördlichsten Ort auf der Nehrung, mit dem Bus nach Nida gehen (der südlichsten Stadt auf litauischer Seite), um von dort aus mit ausgeliehenen Fahrrädern die ~50km lange litauische Hälfte gen Norden zu erkunden. Durch verschiedene äußerliche Faktoren, sowie einige Trödeleien reduzierten sich die ursprünglich geplanten 50km auf sage und schreibe 15,3km. Einen guten Einblick haben wir dennoch erhalten!:)

Nach dieser hoch anspruchsvollen, sportlichen Einlage in der Natur waren wir wieder bereit für eine neue Großstadt. Vilnius bot sich aufgrund der geographischen Lage hierfür an.

Bis zur Stadtführung am nächsten Tag glaubten wir Vilnius als kleines Örtchen einschätzen zu können. Die anfangs tief hängenden Wolken trübten den Anblick bis ein dürftiges Sonnenscheinchen sich seinen Weg durch die Wolkendecke machte. Währenddessen entfaltete sich die litauische Hauptstadt vor unseren Augen Straße für Straße, Kirche für Kirche und Kneipe für Kneipe als Großstadt…

Zum Pflichtprogramm gehört sicherlich das KGB-Museum, dessen von der damaligen Zeit gezeichneten Räumlichkeiten und persönliche Geschichten der Opfer unter die Haut gehen.

Auch in Vilnius wurde die traditionelle Küche ausprobiert: Im Etno Dvaras Restaurant wurden uns Kartoffeln in jeglicher Machart aufgetischt. Mmh war das lecker!

Bei totaler Dunkelheit purzelten wir schlaftrunken um 5:00 Uhr morgens aus dem LuxExpress-Nachtbus und revitalisierten wir uns anschließend im Warschauer McDonalds mit einem Kaffe nach dem anderen, während wir auf den Tagesanbruch und das Erwachen der Stadt warteten. An diesem Samstagmorgen leisteten uns die jungen polnischen Partyrückkehrer Gesellschaft, die statt Croissant einen mineralstoffreichen Burger zum Abendessen zu sich nahmen.

Wie war Warschau?

Trotz des kurzen Schlafes, entschlossen wir uns todesmutig eine Stadtführung vollgepackt mit Kunst, Kultur und der ausgiebigen Geschichte Warschaus anzutreten, bei der uns hauptsächlich die persönlichen Eckdaten unseres Guides in Erinnerung blieben. Dennoch bekamen wir einen guten Überblick von der Stadt, die uns in strahlendem Sonnenschein mit ihren gepflegten Parkanlagen, wenigen Autos und komplett restaurierten Gebäuden sehr beeindruckte. Die Strecke von der Altstadt vorbei an der Universität, über das Copernicus Denkmal und das Marie Curie Museum bis hin zum Stadtteil Nowy Świat lädt sehr zu einem Spaziergang ein. Auf dem Rückweg oder auch als Abstecher auf dem Hinweg lohnt sich definitiv ein Besuch im zentral gelegenen und erstaunlich ruhigen Saxon Garden. An diesem Wochenende bestaunten wir auch den Anblick der lebendigen Café- und Restaurant-Szene sowie den Marathon, der sich die üblichen 42km durch die Straßen und Gassen Warschaus zog.

Auf dem Weg zum Abendessen, genossen wir das hell erleuchtete Stadtbild Warschaus: