Tag 71-74

Liebe Neugierigen,

die Wiedereinreise in die EU in Aussicht, begaben wir uns auf eine traumhafte Busfahrt entlang der montenegrinischen Küstenstraße von Kotor bis nach Dubrovnik. Nach etwa zweieinhalb Stunden lag die Stadt zu unseren Füßen, während wir uns die kurvenreiche Straße am Berghang hinabschlängelten. Angekommen machten wir es uns bei sommerlichen Temperaturen zunächst einmal für ein Picknick am Hafenbecken gemütlich. Boote jeder Größe schaukelten dabei auf dem türkisblauen Wasser vor uns, während uns der Gedanke durch den Kopf ging, dass wir es nun endlich bis zu unserem ursprünglich finalen Ziel, Kroatien, geschafft hatten. Da unsere Interrail-App uns jedoch versicherte noch 18 Reisetage zu haben, waren wir froh Dubrovnik doch noch nicht unser letztes Ziel vor Bonn nennen zu müssen.

Der schöne Innenhof unseres perfekt gelegenes Hostel inmitten der Altstadt Dubrovniks lud nach einem halbstündigen Marsch in praller Sonne zu einer kurzen Verschnaufpause ein. Voller Tatendrang entschieden wir uns dennoch direkt für einen Spaziergang auf dem Rücken der Stadtmauer. Diese etwas kostenspielige Aktivität lohnt sich besonders bei gutem Wetter und ermöglicht einen einzigartigen Ausblick auf die rot-braunen Dächer der Altstadt. Jung gebliebene können sich für einen enormen Rabatt auch als 18-jährige ausgeben;)

Nun endlich bei sommerlicher Atmosphärean der Adria angekommen, entschied sich zu unserem Erstaunen der Koch unseres Restaurants uns mit einem weihnachtlichen Vorgeschmack zu verwöhnen. Daher wurden wir den ganzen Abend über mit weihnachtlichen Klängen bedüdelt.

Um uns von diesem ,,Last Christmas-Schock“ zu erholen, kam uns die stimmungsgelandenste Bar in der Altstadt mit unseren englischen Zimmerkumpanen, Bier und einem Kartenspiel gerade recht. Dieser Irish Pub sollte auch für unsere nächsten zwei Abende zu unserem Stammplatz werden. Entweder es lag an der Tatsache, dass die Hochsaison bereits vorbei war oder dass der Pub der einzige gute Laden in ganz Dubrovnik war, doch begegneten uns jeden Abend dieselben Gesichter, welche dann mittlerweile schon zu bekannten wurden.

Während einer kleinen Stadttour trafen wir auf die St. Blaise Kirche im Herzen der Altstadt. Diese deklarierten wir aufgrund ihrer barocken Kirchenfenster, dem Marmoraltar, den goldenen Ornamenten, der ungewöhnlich situierten Orgel, den bordeauxroten sowie türkisfarbenen Wänden geschmückt mit Bilderrahmen, dunklen Holzbänken sowie Kanzel und dazu noch Plastikzimmerpflanzen als die ,,wildeste“ aller bisherigen Kirchen auf unserer Liste.

Da das Wetter an diesem Tag nicht mehr viel herzugeben schien, machten wir es uns am Fuße der Festung Lovrijenac mit Blick auf die kristallklare …Bucht, geschützt unter einer Pinie und einen großen Stein als Lehne gemütlich, um den Sonnenuntergang, inklusive Kekse zu genießen.

Etwas ganz anderes versprach der nächste Tag: Strahlender Sonnenschein, wolkenloser Himmel und sommerliche 20 Grad luden zu einem Ausflug zum Berg Srd, von wo man eine herrliche Aussicht über die Altstadt Dubrovnik’s hat.

Im Anschluss nutzten wir die Gelegenheit erstmals wieder unsere Badeklamotten nach einem gescheiterten Schwimmversuch im norwegischen Gletschersee, auszupacken, um in der Adria ein paar Züge zu machen. Einmal im Wasser machte dann auch die Kühle nichts mehr! So war unsere Trip im Süden vervollständigt!

Dubrovnik verließen wir dann bei früher Morgenstunde und leeren Straßen, um den Bus nach Split zu bekommen, wo wir einen halben Tag mit unseren Rucksäcken in bester Gesellschaft verbrachten. Um 20:00 sollte dann unsere wahrscheinlich letzte Nachtfahrt, diesmal per Fähre, in Richtung italienisches Festland beginnen.

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