Tag 3-5

Liebe Neugierigen,

wir verabschieden uns von Dänemark! Doch bevor wir die Øresundbrücke überqueren, hier noch ein kurzer Rückblick auf die vergangenen Tage. Bei überraschend gutem Wetter in Århus entschlossen wir uns für einen Rundweg an der Dänischen Küste. Je weiter wir uns vom Stadtkern entfernten, desto besser konnten wir die Århus Skyline überblicken. Schon nach 20 Gehminuten entfernt man sich vom Großstadt Getümmel und sieht statt bildhübschen, blonden, groß gewachsenen und freundlichen Dänen nur noch Muscheln, Möwen, sattes Grün und wilde See.

Den danach folgenden Regen beobachteten wir glücklicherweise aus der ersten Klasse des DSB nach Kopenhagen. Wenn man eins sagen kann, dann dass sich der Zuschlag für die erste Klasse absolut lohnt, denn wir genossen ein komfortables und großzügiges Bordbuffet. Kaffeekränzchen samt Wasser, Keksen und Schokolade… wie es sich gehört. Angekommen in der Hauptstadt freuten wir uns auf eine lang ersehnte Dusche im Globalhagen Hostel, welches zentral gelegen, authentisch und voll belebt, definitiv zu empfehlen ist! Die Stadt hat alles zu bieten: Neben Food halls, imposanten architektonischen Bauwerken, Wahrzeichen sowie erholsamen Grünanlagen können wir dazu raten, sich die Zeit für einen Besuch im DAC (Danish Architecture Center) zu nehmen. Mit innovativen Lösungsansätzen für akute globale und regionale Probleme, konnten uns die Ideen Kopenhagener Architekten überzeugen und optimistisch für die Zukunft stimmen.

Aufgrund von überall ausgebauten Fahrradwegen, bietet sich das Fahrrad als Fortbewegungsmittel innerhalb der Stadt super an. Wusstet ihr: 1. In Kopenhagen gibt es 5 mal mehr Fahrräder als Autos. 2. 2019 erzeugte Dänemark 47% der Elektrizität durch Windkraft und erreichte am 15ten September 2019 sogar einen Rekord durch das Erzeugen von mehr Energie als benötigt. 3. 50% aller Kopenhagener Schüler nutzen ihr Fahrrad für den Schulweg. 4. In der Hauptstadt gibt es mehr Räder als Menschen… Haben wir euch von der Københaven überzeugt :)?

Nach insgesamt 87 Tausend Schritten auf Danskem Boden, haben wir mittlerweile die obig genannte Brücke und somit die Schwedische Grenze überquert. Wir sind gespannt was Schweden zu bieten hat…

Kleiner Tipp: Wenn ihr uns folgt, bleibt ihr automatisch auf dem Laufenden;)

Tag 2-3

Liebe Neugierigen,

in Erwartung an einen lebendigen Markttag, enttäuschte uns am heutigen Morgen die Innenstadt von Tønder. Marktstände: Absolute Fehlanzeige! Die Erkenntnis traf uns direkt im Anschluss: Dänen sind Langschläfer sogar an einem ganz normalen Werktag. Das änderte leider nichts am knurrenden Magen und dem Verlangen nach Kaffee. Die Verzweiflung musste man uns offensichtlich angesehen haben, denn glücklicherweise half uns ein netter, vorbeiradelnder Däne mit einer Wegbeschreibung zur nächsten (& einzigen) Bäckerei Tønderns. Was ein Glück!

Die Schlüssel des Airbnb‘s verschwanden im Briefkasten und wir machten uns wiederbelebt auf den Weg zum Zug in Richtung der zweitgrößten Stadt Dänemarks!

Dass Århus eine Großstadt ist, können wir spätestens jetzt bestätigen. Alleine der Bahnhof ist schön und großstädtisch, vor allem im Vergleich zu den ca. 50 Dorfbahnstationen, an denen wir in den vorherigen 4 Stunden vorbeigeruckelt sind. Zu Fuß konnte man unser gut gelegenes, modernes und einladendes Hostel nach ca. 15 min vom Bahnhof aus erreichen. Der erste Eindruck von Århus als eine junge, belebte und bunte Stadt hat uns positiv überrascht. Die direkte Lage am Meer, der Anteil an Stadtparks und die Vielzahl an Restaurants und Cafés sprach uns so an, dass wir statt der ursprünglich geplanten Wanderung am Meer entlang, die Stadt weiter erkundeten. Zu unserer Überraschung bekam man hier von Corona und irgendwelchen Regeln nicht viel mit. Nachdem wir am uns den Hafen angeschaut hatten, sind wir etwas weiter zu einer auffallend aussehenden Gluskuppel direkt am Hafenbecken gelaufen. Diese entpuppte sich als ein super nettes Café. Dazu ist das Museum Aros ebenfalls zu empfehlen, vor allem da man von der obersten Etage einen tollen 360Grad-Blick auf die Stadt hat. Am Abend haben wir ein super leckeres Essen am Streetfoodmarket nahe des Dokk 1 gefunden.

Tag 1

An alle die, die uns bereits vermissen: Hier sind Livia, Lisa und Paula! Drei Mädels aus Bonn mit jeweils 17 Kilo auf dem Rücken wagen sich für drei Monate mit dem Zug in die Weiten Europas. Haben wir Erwartungen? Sicherlich! Dass es eine einmalige Zeit wird. Aber haben wir einen Plan… ? Eher nicht.

5 Übernachtungen sind uns sicher, danach ist die Planlosigkeit kaum noch zu übertreffen! Macht es das aber vielleicht nicht aus? Dennoch, mit dem Abitur in der Tasche und getrieben von der Neugierde nach fremden Kulturen, außergewöhnlichen Landschaften, offenen Menschen und unvergesslichen Augenblicken, stiegen wir heute Morgen in den ersten ICE nach Hamburg. Nach ein paar verpassten Anschlusszügen kamen wir endlich in Tønder, Dänemark, kurz hinter der deutschen Grenze gelegen, an. Damit war der sogenannte „Outbound“ aufgebraucht und die letzte Chance innerhalb bekannter Grenzen zu sein, vertan.

Nach den ersten Schritten auf dänischem Boden, waren wir bereits von der Idylle des kleinen Dorfes Tøndern angetan. Beeindruckt von den schönen und gepflegten Backsteinhäusern, guckten wir nicht schlecht als sich unsere Unterkunft als das Schwarze Schaf Nr. 15 der Bilderbuchstraße entpuppte. Von außen ziemlich ungepflegt und unverputzt…. unsere Erwartungen sanken noch tiefer… Umso mehr überrascht waren wir von unserem gastfreundlichen „Superhost“, der uns mit bekannter Geste den Ellenbogen zur Begrüßung entgegenstreckte. Nach einigen belustigten Kommentaren über die Größe und das Gewicht unserer Monster-Rucksäcke, lud er uns in seine Gemäuer ein. Als Gegensatz zu unseren guten Essensvorhaben und dem darauffolgenden grünen Salat zum Abendessen, entschied sich unser Gastgeber für ein randvolles Glas Rotweinmische aus dem Kühlschrank mit anscheinend reduzierter Alkoholmenge… begleitet von einer Tüte Chips als „Vorspeise“. Müde und erschöpft von den vielen neuen Eindrücken, sanken wir abends in die Federn des IKEA-Bettes.