Tag 17-22

Liebe Neugierigen,

ein weißer Fleck auf der Landkarte Norwegens erregte unser Aufsehen. Wenig später waren die nächsten Übernachtungen in Odda, einem kleinen Ort am inneren Ende des Sørfjords (Folgefonna Nationalpark), fix. Über eine Fähr- und zwei Busverbindungen erreichten wir die Haustür unseres entzückenden Airbnb’s in Vasstun, nahe Odda.

Das alleinstehende Holzhaus mit Panoramablick auf den Sandvevatnet See, einem privaten Bach und jeder Menge Äfel im Garten machte den späteren Abschied schwer. Das Einkochen dieser Äpfel mit Kanel und Zucker entpuppte sich in der Zwischenzeit als unsere liebste Aktivität. Jetzt könnt ihr uns damit jagen.

Halt! Natürlich nur wenn wir nicht gerade mit dem Erklimmen von Gipfeln in der Umgebung beschäftigt waren :).

Den Gletscher im Visier ging es, mit kalter Pizza vom Vorabend im Gepäck, über Brücken und Gestein einen reißenden Gletscherfluss entlang. Die letzten zwei Kilometer des Weges nahm uns ein junges Pärchen im Wohnmobil mit. Offensichtlich müssen wir ziemlich erschöpft ausgesehen haben.

Bondhusvatnet stand am nächsten Tag auf dem Programm. Die Wanderung zum türkis blauen Gletschersee, inmitten des westlichen Teils des Folgefonna Nationalparks können wir weiterempfehlen. Wer starke Nerven behält und resistent gegen die Kälte ist, kann das Kneipp Becken im Spabereich gegen einen der kleinen Gletscherseen eintauschen. Unsere Nerven aus Drahtseilen rissen allerdings schon in Kniehöhe.

Typisch Norwegisch ging es weiter mit Sushi am Abend:) Mit Blick auf den spiegelglatten See zu Haus unterm Pavillon, ließen wir den Tag ausklingen, bevor wir im darauffolgenden Morgengrauen eine weitere Wander-Challenge in Angriff nahmen. Die Trolltunga oder auch Trollzunge genannt, hieß es über 20km in 10 Stunden zu erklimmen. Um 6:58 Uhr saßen wir dementsprechend im Bus nach Tyssedal. Von dort aus schlugen wir uns wandernd 650 Höhenmeter durch Norwegens Gebirge hinauf und gelangten schon nach 2 1/2 Stunden an die ausgestreckte Zunge des Trolls. Hier die Beweisbilder:

Schweren Herzens verließen wir die Bilderbuch Kulisse und betraten schon Mittags die Straßen des ausnahmsweise sonnigen Bergen’s (mit 240 Regentagen jährlich die vermutlich regenreichste Stadt Europas).

Bergen lohnt sich unserer Meinung nach, weil…

1. übersichtlich, jung und einladend

2. durch das UNESCO Weltkulturerbe Brygge eine interessante Historie

3. Hafen umgeben von Cafés und Restaurants

4. Möglichkeiten zum Wandern in der Umgebung

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